Im Rahmen des „care4future“- Projektes begegneten sich am 15.01.2026 drei aufgeschlossene Schülerinnen der Evangelischen Oberschule Lunzenau und zwei Mitarbeiterinnen des BSVS e.V. im Beratungszentrum „lebenswert“. Ziel des Treffens war es, die Schülerinnen zum Thema Blindheit und Sehbehinderung im pflegerischen Kontext zu sensibilisieren.
Gerade mit zunehmendem Alter führen Augenerkrankungen wie der grüne Star oder die altersabhängige Makuladegeneration häufig zu einem bleibenden Sehverlust. Lesen und Schreiben oder auch die Orientierung können dann schwerfallen. Betroffene sind oft auf Unterstützung angewiesen.
Wie sich ein Sehverlust „anfühlt“, wurde durch Simulationsbrillen verdeutlicht. Ebenso konnten unterstützende Hilfsmittel, wie Beleuchtung, vergrößernde Sehhilfen, Vorlesegeräte aber auch alltagspraktische Hilfsmittel, wie Markierungspunkte, eine Eingießhilfe oder sprechende Uhren ausprobiert werden.

Am Ende wurde sogar Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt – natürlich mit Augenbinde und in einer barrierefreien Variante, bei der der Würfel als auch die Spielfiguren taktil gestaltet sind.
Als Fazit fasste eine Schülerin zusammen: Auch blinde Menschen können glücklich sein!
Anmerkung: Das „care4future“- Projekt bietet Schülern und Schülerinnen der 8. und 9.Klassenstufen die Möglichkeit, die Vielfältigkeit des Pflegeberufes kennenzulernen. Weitere Informationen auf der Webseite.
Text: Sarah Smitkiewicz (Koordinatorin Blickpunkt Auge Sachsen)