Ab August 2026 sind wir regelmäßig mit einem Hilfsmittel- und Beratungsangebot in der Henneberg-Rehaklinik Masserberg vertreten – der einzigen ophthalmologischen Fach- und Rehabilitationsklinik Deutschlands.
An unserem Stand präsentieren wir ein breites Sortiment an Alltagshilfsmitteln sowie Angebote aus den Bereichen Orientierung, Mobilität und Freizeit. Außerdem halten wir Informationsmaterial von Blickpunkt Auge bereit.
Natürlich bleibt auch Raum für individuelle Beratungen, persönliche Fragen und Gespräche.
Am 15. April fand unser Fortbildungstag statt. Wir fuhren diesmal in den Zoo Leipzig, um dort an einer Führung teilzunehmen, die auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen zugeschnitten war.
Wir wurden in 2 Kleingruppen aufgeteilt. Zwei fachkundige Guides starteten mit uns zum Rundgang durch den Zoo und vermittelten uns beeindruckende und interessante Fakten rund um verschiedene Tiere. Sehr anschaulich hörten wir etwas über deren Größe und Lebensraum. Beispielsweise lernten wir, dass ein neugeborener Koala etwa so groß ist wie ein Gummibärchen.
Ergänzend zu diesen Informationen, hatten wir Gelegenheit, verschiedene Tierfelle zu betasten. So durften wir das Fell eines Koalas, eines Schneeleoparden oder den langen, sehr spitzen Stachel eines Stachelschweines anfassen. Während der Führung ließ sich noch mancherlei anderes bestaunen. So konnten die Pflanzen und Statuen, die über den gesamten Zoo verteilt sind, betastet und betrachtet werden.
Nach einem Mittagessen hatte jeder noch Zeit auf eigene Faust in die schöne Atmosphäre des Zoos Leipzig einzutauchen.
Katja Köhn (Hilfsmittelberaterin)
Der Fortbildungstag wurde von der AOK Plus gefördert.
Zur Sicherstellung der hohen Beratungskompetenz der Blickpunkt Auge-Berater fand vom 11.-13.03.2026 die jährliche Regionalschulung statt.
Die AURA-Pension „Villa Rochsburg“, die Bildungs- und Erholungseinrichtung des BSVS e. V., empfing uns nicht nur mit schönstem Frühlingswetter, sondern auch sehr herzlich. Neben einem Abriss zur Geschichte der altehrwürdigen Villa erfuhren wir auch Aktuelles zum Blindenleitsystem, welches aktuell im Park der Villa erweitert wird und an das Blindenleitsystem des benachbarten Seniorenheimes Schlossblick Rochsburg, der BSVS Pflege- und Betreuungs gGmbH, anschließt.
Foto: Jens Fritzsch (BSVS)
Auch das Seniorenheim, welches im besonderen Maße auf die Bedarfe blinder und sehbehinderter Bewohner spezialisiert ist, bereitete uns einen angenehmen Empfang. Im Rahmen eines Rundganges wurden wir auf Besonderheiten wie markierte Handläufe, taktile Pläne, Bodenindikatoren und den hauseigenen Funk mit aktuellen Durchsagen aufmerksam gemacht. Abschließend konnten wir bei Kaffee und Kuchen gemeinsam mit Bewohnern in den Austausch kommen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Schulung war die Selbsterfahrung. So konnten wir mittels eines Alterssimulationsanzuges die Beschwerden des Alters nachempfinden. Erfuhren aber auch, was es bedeutet, einen Rollstuhl zu schieben. Unsere sehenden Berater erkundeten zusätzlich das Rochsburger Blindenleitsystem mittels Augenbinde und Blindenlangstock. Ein Besuch im WohnXperium e.V. mit Besichtigung der Experimentierräume zum barrierearmen Wohnen sowie ein Erfahrungsaustausch zu Netzwerkpartnern im Bereich Pflege und Behinderung rundeten dieses Thema ab.
Foto: Katja Oltersdorf (BPA/BSVS)
Als neue technische Hilfsmittel und die Möglichkeiten der KI vorgestellt worden, spitzten wie gewohnt alle ihre Ohren – ebenso als unsere sächsische Ansprechpartnerin für Blindenführhundangelegenheiten von Ihren wichtigen Aufgaben berichtete.
Mit einem vollen Rucksack neugewonnener Erfahrungen und Informationen verabschiedeten sich alle – aber nicht ohne der Koordinatorin eine lange Wunschliste an Themen für die nächste Regionalschulung zu überreichen.
Sarah Smitkiewicz, Koordinatorin Blickpunkt Auge Sachsen
Sie möchten Ihre Zeit sinnvoll einsetzen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen kompetent unterstützen? Sie hören gern zu, sind empathisch und interessieren sich für neue Aufgaben? Dann sind Sie bei Blickpunkt Auge genau richtig.
Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust ist das qualitätsgesicherte Beratungsangebot des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und seiner Landesverbände. In Sachsen möchten wir unser Beratungsnetz weiter ausbauen, um Ratsuchende wohnortnah und flächendeckend begleiten zu können – und dafür brauchen wir engagierte Ehrenamtliche wie Sie.
Als Blickpunkt Auge-Berater*in im Ehrenamt unterstützen Sie Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit sowie deren Angehörige bei ersten Fragen, geben Orientierung und vermitteln weiterführende Hilfen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe werden Sie qualifiziert vorbereitet und fachlich begleitet.
Was Sie mitbringen sollten:
Interesse an der Beratung und Unterstützung von Menschen
Offenheit, Empathie und Zuverlässigkeit
Bereitschaft, Neues zu lernen
Was wir Ihnen bieten:
Eine fundierte Qualifizierung zur/zum Blickpunkt Auge-Berater*in (Kostenübernahme durch den BSVS e. V.)
Fachliche Begleitung und Austausch im Verband
Eine sinnstiftende ehrenamtliche Tätigkeit mit gesellschaftlicher Wirkung
Die Möglichkeit, aktiv zur Stärkung der Verbandsarbeit beizutragen
Gestalten Sie mit uns ein starkes Beratungsangebot in Sachsen – für mehr Teilhabe, Orientierung und Unterstützung.
Wir informieren unverbindlich über Inhalte, Umfang und Qualifizierung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf oder wählen Sie sich zu unserem Austausch via Telefonkonferenz ein.
Wann? 22. April 2026, 18 – 19 Uhr
Die Einwahldaten erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung.
Werden Sie Teil von Blickpunkt Auge. Wir freuen uns auf Sie!
Im Rahmen des „care4future“- Projektes begegneten sich am 15.01.2026 drei aufgeschlossene Schülerinnen der Evangelischen Oberschule Lunzenau und zwei Mitarbeiterinnen des BSVS e.V. im Beratungszentrum „lebenswert“. Ziel des Treffens war es, die Schülerinnen zum Thema Blindheit und Sehbehinderung im pflegerischen Kontext zu sensibilisieren.
Gerade mit zunehmendem Alter führen Augenerkrankungen wie der grüne Star oder die altersabhängige Makuladegeneration häufig zu einem bleibenden Sehverlust. Lesen und Schreiben oder auch die Orientierung können dann schwerfallen. Betroffene sind oft auf Unterstützung angewiesen.
Wie sich ein Sehverlust „anfühlt“, wurde durch Simulationsbrillen verdeutlicht. Ebenso konnten unterstützende Hilfsmittel, wie Beleuchtung, vergrößernde Sehhilfen, Vorlesegeräte aber auch alltagspraktische Hilfsmittel, wie Markierungspunkte, eine Eingießhilfe oder sprechende Uhren ausprobiert werden.
Fotografie: Cathleen Matthes (Haus Abendsonne Pflege- und Beratungs gGmbH)
Am Ende wurde sogar Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt – natürlich mit Augenbinde und in einer barrierefreien Variante, bei der der Würfel als auch die Spielfiguren taktil gestaltet sind.
Als Fazit fasste eine Schülerin zusammen: Auch blinde Menschen können glücklich sein!
Anmerkung: Das „care4future“- Projekt bietet Schülern und Schülerinnen der 8. und 9.Klassenstufen die Möglichkeit, die Vielfältigkeit des Pflegeberufes kennenzulernen. Weitere Informationen auf der Webseite.
Text: Sarah Smitkiewicz (Koordinatorin Blickpunkt Auge Sachsen)