Rückblick auf das Projekt digitaler Austauschraum

Am 29. und 30. Juli 2026 fanden die letzten beiden allgemeinen Austauschräume statt. Damit ging nach fünf Jahren unser von der Aktion Mensch gefördertes Projekt „Betroffene unterstützen Betroffene – Schaffung eines digitalen Austauschraumes“ zu Ende.

Gestartet sind wir im August 2021 – mitten in der Coronapandemie. Entstanden ist das Projekt aus dieser besonderen Situation und der Idee heraus, eine barrierefreie, digitale und überregionale Begegnungsmöglichkeit für blinde und sehbehinderte Menschen zu schaffen. Schnell entwickelte es sich zu einem erfolgreichen Projekt, das vor allem vom gemeinsamen Austausch und von der Vernetzung untereinander lebte.

Unser herzlicher Dank gilt deshalb allen Referentinnen und Referenten sowie Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Ohne Ihre Beteiligung wären fünf Jahre voller Gespräche, neuer Informationen, Erfahrungen und gegenseitigem Austausch nicht möglich gewesen.

Zum Abschluss möchten wir noch einmal auf einige Zahlen und Themen zurückblicken:

Von August 2021 bis Juli 2026 fanden insgesamt 538 Austauschräume statt. Rund ein Drittel davon waren Expertenaustauschräume zu ganz unterschiedlichen Themen, deren Bandbreite sich hier kaum vollständig wiedergeben lässt.

Wir haben zum Beispiel gemeinsam Yoga gemacht, Reise- und Erfahrungsberichten blinder und sehbehinderter Menschen gelauscht und uns mit Fragen rund um Recht und Gesundheit beschäftigt. Auch Themen wie die Kennzeichnung im Straßenverkehr, Langstöcke sowie Orientierung und Mobilität fanden ihren Platz. Einen besonderen Abschluss des Jahres bildete jeweils die weihnachtliche Lesung mit den BLAutoren, einer Gruppe blinder und sehbehinderter Autorinnen und Autoren.

Dabei waren die Expertenaustauschräume nicht nur bei den Teilnehmenden gefragt. Auch unter unseren Referentinnen und Referenten gab es einige „Wiederholungstäter“, die ihr Wissen mehrfach mit uns teilten.

Insgesamt konnten wir über die fünf Jahre 1.859 Teilnahmen an unseren Austauschräumen verzeichnen.

Auch wenn der Telefonische Expertenaustauschraum nun endet, müssen wir auf das Wissen und die Erfahrungen unserer Referentinnen und Referenten nicht verzichten. In der Vortragsreihe von Blickpunkt Auge kommen weiterhin Fachleute zu unterschiedlichen Themen rund um Blindheit und Sehbehinderung zu Wort.

Die Vortragsreihe findet von Oktober bis Ostern jeweils montags ab 17 Uhr statt. Die genauen Termine und Themen veröffentlichen wir demnächst auf unserer Webseite unter www.landeshilfsmittelzentrum.de.

Wir freuen uns, wenn wir viele von Ihnen dort wieder hören.

Ehrenamtliche Aktive gesucht bei Blickpunkt Auge Sachsen

Sie möchten Ihre Zeit sinnvoll einsetzen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen kompetent unterstützen? Sie hören gern zu, sind empathisch und interessieren sich für neue Aufgaben? Dann sind Sie bei Blickpunkt Auge genau richtig.

Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust ist das qualitätsgesicherte Beratungsangebot des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und seiner Landesverbände. In Sachsen möchten wir unser Beratungsnetz weiter ausbauen, um Ratsuchende wohnortnah und flächendeckend begleiten zu können – und dafür brauchen wir engagierte Ehrenamtliche wie Sie.

Als Blickpunkt Auge-Berater*in im Ehrenamt unterstützen Sie Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit sowie deren Angehörige bei ersten Fragen, geben Orientierung und vermitteln weiterführende Hilfen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe werden Sie qualifiziert vorbereitet und fachlich begleitet.

Was Sie mitbringen sollten:

  • Interesse an der Beratung und Unterstützung von Menschen
  • Offenheit, Empathie und Zuverlässigkeit
  • Bereitschaft, Neues zu lernen

Was wir Ihnen bieten:

  • Eine fundierte Qualifizierung zur/zum Blickpunkt Auge-Berater*in (Kostenübernahme durch den BSVS e. V.)
  • Fachliche Begleitung und Austausch im Verband
  • Eine sinnstiftende ehrenamtliche Tätigkeit mit gesellschaftlicher Wirkung
  • Die Möglichkeit, aktiv zur Stärkung der Verbandsarbeit beizutragen

Gestalten Sie mit uns ein starkes Beratungsangebot in Sachsen – für mehr Teilhabe, Orientierung und Unterstützung.

Wir informieren unverbindlich über Inhalte, Umfang und Qualifizierung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf oder wählen Sie sich zu unserem Austausch via Telefonkonferenz ein.

Wann? 22. April 2026, 18 – 19 Uhr

Die Einwahldaten erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung.

Werden Sie Teil von Blickpunkt Auge. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:

Sarah Smitkiewicz | Koordinatorin Blickpunkt Auge Sachsen
Telefon: 0351 – 80 90 628
E-Mail: sachsen@blickpunkt-auge.de
Webseite Blickpunkt Auge: www.blickpunkt-auge.de

Mitarbeiterschulung im Seniorenheim Schlossblick Rochsburg

Am 11.11.2025 war unsere Abteilung Sehhilfen / Low Vision im Seniorenheim Schlossblick Rochsburg, um Mitarbeitende der Einrichtungen „Haus Abendsonne Pflege- und Beratungs gGmbH“ sowie „BSVS Pflege- und Betreuungs gGmbH“ zu schulen.

Thema der Schulung waren die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Augenerkrankungen, die daraus resultierenden individuellen Sehprobleme sowie die Versorgung mit geeigneten Sehhilfen für Menschen mit einer Sehbehinderung.

Jede Augenerkrankung verläuft unterschiedlich und bringt spezifische Einschränkungen mit sich. So kann beispielsweise das Detailsehen beeinträchtigt sein, was das Lesen erschwert. Andere Erkrankungen führen zu Gesichtsfelddefekten, die die Orientierung beeinträchtigen und dadurch die Sturzgefahr erhöhen.

Je nach Art und Ausprägung der Augenerkrankung ergibt sich ein individueller Bedarf an Hilfsmitteln.

Im Rahmen der Fortbildung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Hilfe von Simulationsbrillen den Seheindruck bei verschiedenen Augenerkrankungen selbst zu erleben. Dadurch konnten die entstehenden Schwierigkeiten besser nachvollzogen werden. Parallel dazu konnten verschiedene optische und elektronische Sehhilfen erprobt werden – von der klassischen Handlupe und Lupenbrille über elektronische Lupen bis hin zu Bildschirmlesegeräten.

Dabei wurde deutlich, dass eine einfache Handlupe nicht in jedem Fall ausreichend ist und dass die korrekte Anwendung der Hilfsmittel entscheidend für den Erfolg ist. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Bedarf an vergrößernden Sehhilfen stets eine ausführliche Low-Vision-Beratung, um die individuell passende Lösung zu finden.

Die teilnehmenden Pflegekräfte zeigten großes Interesse und nahmen aktiv an den praktischen Übungen teil. Das neu erworbene Wissen hilft ihnen im Berufsalltag, Betroffene besser zu verstehen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen sowie unterstützend zu handeln und passende Lösungen zu finden. Zudem können sie künftig bei der Verwendung von Sehhilfen wertvolle Tipps zur richtigen Anwendung geben.

Sandra Schurig (Abteilungsleiterin Sehhilfen/Low Vision im LHZ Dresden)

Info-Tour – Schlaganfall

Am 10.07.2025 gab es ein Informationstreffen zum Thema „Schlaganfall- und Prävention“.

Am Kulturpalast boten das Universitätsklinikum Dresden, das Städtische Klinikum Dresden, sowie die Beratungsstellen „Blickpunkt Auge“ und die „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) umfangreiche Beratungen, insbesondere für Betroffene, an.

Im roten „Schlaganfallbus“, gesponsert von Boehringer Ingelheim, konnten sich die Leute den Bluthochdruck und die Blutwerte messen lassen. An einem „Dummy“ (lebensgroße Test-Puppe) wurden Kenntnisse der „Ersten-Hilfe“ aufgefrischt.

Vor einem großen roten Bus sind Informationsstände mit Beach-Flags und 3 Personen zu sehen, eine davon sitzt in einem Rollstuhl.

In allem war es ein ereignisreicher Tag mit vielen positiven Eindrücken.

(Text: Clemens Bastian, Foto: Sarah Smitkiewicz)

Blickpunkt Auge beim Seniorentag in Meißen

„Älter werden wir später!“ – unter diesem Motto haben die Seniorenvertretung und die Gleichstellungs- und Seniorenbeauftragte der Stadt Meißen, Frau Sabine Murcek, am 13. Mai 2025 zum Seniorentag in das Rathaus Meißen eingeladen. Mit dem Ziel zu zeigen, wie bunt das Leben auch für ältere Menschen sein kann, präsentierten sich zahlreiche Aussteller und boten Informationen, Vorträge aber auch Mitmachaktionen wie Seniorentänze an.

Interessierte folgten dieser Einladung und nutzten die Gelegenheit, um sich zu Themen wie Medienkompetenz im Alter, Absicherung durch einen Hausnotruf u.a. häusliche Dienstleistungen, sichere Teilnahme am Straßenverkehr oder Unterstützungsmöglichkeiten bei Sehverlust, beraten zu lassen.

So suchten auch viele Interessierte den Kontakt zu uns – teils aus eigener Betroffenheit oder um sich für betroffene Angehörige und Bekannte zu informieren.

Blickpunkt Auge informierte gemeinsam mit der KO Meißen des BSVS e. V. zu den vielen Unterstützungsmöglichkeiten und machte Mut. Denn auch das Älterwerden mit einer Sehbeeinträchtigung kann bunt und vielfältig sein.