Ehrenamtliche Aktive gesucht bei Blickpunkt Auge Sachsen

Sie möchten Ihre Zeit sinnvoll einsetzen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen kompetent unterstützen? Sie hören gern zu, sind empathisch und interessieren sich für neue Aufgaben? Dann sind Sie bei Blickpunkt Auge genau richtig.

Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust ist das qualitätsgesicherte Beratungsangebot des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und seiner Landesverbände. In Sachsen möchten wir unser Beratungsnetz weiter ausbauen, um Ratsuchende wohnortnah und flächendeckend begleiten zu können – und dafür brauchen wir engagierte Ehrenamtliche wie Sie.

Als Blickpunkt Auge-Berater*in im Ehrenamt unterstützen Sie Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit sowie deren Angehörige bei ersten Fragen, geben Orientierung und vermitteln weiterführende Hilfen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe werden Sie qualifiziert vorbereitet und fachlich begleitet.

Was Sie mitbringen sollten:

  • Interesse an der Beratung und Unterstützung von Menschen
  • Offenheit, Empathie und Zuverlässigkeit
  • Bereitschaft, Neues zu lernen

Was wir Ihnen bieten:

  • Eine fundierte Qualifizierung zur/zum Blickpunkt Auge-Berater*in (Kostenübernahme durch den BSVS e. V.)
  • Fachliche Begleitung und Austausch im Verband
  • Eine sinnstiftende ehrenamtliche Tätigkeit mit gesellschaftlicher Wirkung
  • Die Möglichkeit, aktiv zur Stärkung der Verbandsarbeit beizutragen

Gestalten Sie mit uns ein starkes Beratungsangebot in Sachsen – für mehr Teilhabe, Orientierung und Unterstützung.

Wir informieren unverbindlich über Inhalte, Umfang und Qualifizierung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf oder wählen Sie sich zu unserem Austausch via Telefonkonferenz ein.

Wann? 22. April 2026, 18 – 19 Uhr

Die Einwahldaten erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung.

Werden Sie Teil von Blickpunkt Auge. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:

Sarah Smitkiewicz | Koordinatorin Blickpunkt Auge Sachsen
Telefon: 0351 – 80 90 628
E-Mail: sachsen@blickpunkt-auge.de
Webseite Blickpunkt Auge: www.blickpunkt-auge.de

Mitarbeiterschulung im Seniorenheim Schlossblick Rochsburg

Am 11.11.2025 war unsere Abteilung Sehhilfen / Low Vision im Seniorenheim Schlossblick Rochsburg, um Mitarbeitende der Einrichtungen „Haus Abendsonne Pflege- und Beratungs gGmbH“ sowie „BSVS Pflege- und Betreuungs gGmbH“ zu schulen.

Thema der Schulung waren die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Augenerkrankungen, die daraus resultierenden individuellen Sehprobleme sowie die Versorgung mit geeigneten Sehhilfen für Menschen mit einer Sehbehinderung.

Jede Augenerkrankung verläuft unterschiedlich und bringt spezifische Einschränkungen mit sich. So kann beispielsweise das Detailsehen beeinträchtigt sein, was das Lesen erschwert. Andere Erkrankungen führen zu Gesichtsfelddefekten, die die Orientierung beeinträchtigen und dadurch die Sturzgefahr erhöhen.

Je nach Art und Ausprägung der Augenerkrankung ergibt sich ein individueller Bedarf an Hilfsmitteln.

Im Rahmen der Fortbildung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Hilfe von Simulationsbrillen den Seheindruck bei verschiedenen Augenerkrankungen selbst zu erleben. Dadurch konnten die entstehenden Schwierigkeiten besser nachvollzogen werden. Parallel dazu konnten verschiedene optische und elektronische Sehhilfen erprobt werden – von der klassischen Handlupe und Lupenbrille über elektronische Lupen bis hin zu Bildschirmlesegeräten.

Dabei wurde deutlich, dass eine einfache Handlupe nicht in jedem Fall ausreichend ist und dass die korrekte Anwendung der Hilfsmittel entscheidend für den Erfolg ist. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Bedarf an vergrößernden Sehhilfen stets eine ausführliche Low-Vision-Beratung, um die individuell passende Lösung zu finden.

Die teilnehmenden Pflegekräfte zeigten großes Interesse und nahmen aktiv an den praktischen Übungen teil. Das neu erworbene Wissen hilft ihnen im Berufsalltag, Betroffene besser zu verstehen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen sowie unterstützend zu handeln und passende Lösungen zu finden. Zudem können sie künftig bei der Verwendung von Sehhilfen wertvolle Tipps zur richtigen Anwendung geben.

Sandra Schurig (Abteilungsleiterin Sehhilfen/Low Vision im LHZ Dresden)

Info-Tour – Schlaganfall

Am 10.07.2025 gab es ein Informationstreffen zum Thema „Schlaganfall- und Prävention“.

Am Kulturpalast boten das Universitätsklinikum Dresden, das Städtische Klinikum Dresden, sowie die Beratungsstellen „Blickpunkt Auge“ und die „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) umfangreiche Beratungen, insbesondere für Betroffene, an.

Im roten „Schlaganfallbus“, gesponsert von Boehringer Ingelheim, konnten sich die Leute den Bluthochdruck und die Blutwerte messen lassen. An einem „Dummy“ (lebensgroße Test-Puppe) wurden Kenntnisse der „Ersten-Hilfe“ aufgefrischt.

Vor einem großen roten Bus sind Informationsstände mit Beach-Flags und 3 Personen zu sehen, eine davon sitzt in einem Rollstuhl.

In allem war es ein ereignisreicher Tag mit vielen positiven Eindrücken.

(Text: Clemens Bastian, Foto: Sarah Smitkiewicz)

Blickpunkt Auge beim Seniorentag in Meißen

„Älter werden wir später!“ – unter diesem Motto haben die Seniorenvertretung und die Gleichstellungs- und Seniorenbeauftragte der Stadt Meißen, Frau Sabine Murcek, am 13. Mai 2025 zum Seniorentag in das Rathaus Meißen eingeladen. Mit dem Ziel zu zeigen, wie bunt das Leben auch für ältere Menschen sein kann, präsentierten sich zahlreiche Aussteller und boten Informationen, Vorträge aber auch Mitmachaktionen wie Seniorentänze an.

Interessierte folgten dieser Einladung und nutzten die Gelegenheit, um sich zu Themen wie Medienkompetenz im Alter, Absicherung durch einen Hausnotruf u.a. häusliche Dienstleistungen, sichere Teilnahme am Straßenverkehr oder Unterstützungsmöglichkeiten bei Sehverlust, beraten zu lassen.

So suchten auch viele Interessierte den Kontakt zu uns – teils aus eigener Betroffenheit oder um sich für betroffene Angehörige und Bekannte zu informieren.

Blickpunkt Auge informierte gemeinsam mit der KO Meißen des BSVS e. V. zu den vielen Unterstützungsmöglichkeiten und machte Mut. Denn auch das Älterwerden mit einer Sehbeeinträchtigung kann bunt und vielfältig sein.

Unsere grüner Beratungsraum

Der grüne Beratungsraum in unserem Garten in der Louis-Braille-Straße ist ein neues, barrierefreies Beratungsangebot.

Wer die Beratungsräumlichkeiten in unserer alten Villa in der Louis-Braille-Straße Dresden schon mal besucht hat, dem ist vermutlich aufgefallen, dass es einige Treppenstufen hinaufgeht, bevor man uns erreicht. Genau genommen sind es 11. Um zu den Beratungsräumen von EUTB, zu unseren Mitarbeitern des Audio-, Text- und Grafikservice und zur Koordinierungsstelle des BSVS e. V.  zu kommen, geht es dann noch eine weitere Etage nach oben. Das stellt für blinde und sehbehinderte Menschen im Grunde kein Problem dar.

Allerdings haben wir vermehrt Ratsuchende, denen das Laufen nicht so leichtfällt oder die auf Hilfsmittel wie Geh-Stock, Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Schon länger haben wir nach einem Weg gesucht, an unserem Standort barrierefreie Räumlichkeiten anzubieten. Aktuell nutzen wir die Räumlichkeiten der Kreisorganisation Dresden in der Strehlener Str. 24 in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofs für barrierefreie Beratungen.

Das Investitionsprogramm „Barrierefreies Bauen – Lieblingsplätze für alle“, hat es uns durch Fördermittel jetzt ermöglicht, ein zusätzliches barrierefreies Beratungsangebot zu schaffen.

In unserem Fall bedeutet es, dass wir die eingezäunte Grünfläche um unser Haus barrierefrei umgestaltet und mit Tischen und Bänken ausgestattet haben. So erklärt sich auch der Name „Grüner Beratungsraum“. Eine hohe Stufe, die in unseren Garten führte wurde entfernt und in eine leicht begehbare bzw. befahrbare Schräge verwandelt. Ein Blindenleitsystem führt sicher zu den drei Beratungsinseln im Grünen.

Die Beratungsplätze haben unterschiedliche Größen und bestehen aus wunderschönen Holztischen und Bänken. Diese wurden von „Jugend Arbeit Bildung Dresden e.V.“, einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe geschreinert. Entspannt können Sie unter unserem großen Laubbaum sitzen und sich optische und elektronische oder Alltagshilfsmittel vorführen lassen.

Um den Garten noch schöner zu gestalten, sind für das nächste Jahr Hochbeete mit Duftpflanzen geplant. Beim Anlegen und Anpflanzen der Hochbeete dürfen wir auf den reichen Erfahrungsschatz des Taubblindendienstes in Radeberg zurückgreifen, die schon Jahrzehnte lang einen Duft- und Tastgarten haben.

Wie Sie sehen, gewinnen alle bei einem solchen Projekt: Ratsuchende, Mitarbeitende und regionale, gemeinnützige Einrichtungen.

Wir sind sehr froh über unseren grünen Beratungsraum und zeigen Ihnen diesen gern, auch wenn Sie lieber in den Innenräumen beraten werden möchten.